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Zu Fuss durch die sibirische Taiga


» Das Gold lockte die Sucher in die gleiche Richtung, in welche die Zobel und Füchse sie gelockt hatten: immer weiter nach Osten. Es lockte sie in die undurchdringlichen Sümpfe der Taiga, in die Schluchten und Schlünde der Bergströme, in Gegenden, wo es keine Nahrung gab, wo die Moskitos buchstäblich alles Lebendige auffraßen. «

Juri Semjonow, 1937

Sibirien - eine Region, die sich vom Ural bis zum Pazifik, vom arktischen Meer bis in die nördlichen zentralasiatischen Steppen erstreckt. Weite Abschnitte Sibiriens sind praktisch menschenleer, nur entlang der Hauptverkehrsverbindungen, den Straßen und Eisenbahnen, gibt es nennenswerte menschliche Ansiedlungen. Der Baikalsee, tief im Südosten Sibiriens gelegen ist der größte, tiefste und älteste Südwassersee der Erde. An seinem Südufer liegt das Chamar-Daban-Gebirge, die letzte Barriere vor der mongolischen Steppe. Obwohl relativ leicht von Irkutsk oder Ulan-Ude zu erreichen, ist das Chamar-Daban-Gebirge kaum erschlossen, nur wenige Wege führen durch diese sibirische Wildnis.


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Im Juli 2004 begann am Baikalsee für Michael Giefer eine 2000 km lange Wanderung, die ihn bis an die Nordgrenze der Wüste Gobi führen sollte. Zusammen brachen wir in das Chamar-Daban-Gebirge auf, als erste Etappe auf Michaels Weg. Entlang einer seit langem vergessenen und fast vollständig verschwundenen Straße durchquerten wir das Gebirge auf unserem Weg nach Süden. Ziel war Naushki, ein Bahnhof, entlang der Bahnlinie von der Mongolei nach Irkutsk. Hier trennten sich unsere Wege nach dreieinhalb Wochen und 600 km Fußmarsch durch die Taiga. Das Chamar-Daban-Gebirge empfing uns mit der ganzen Wildheit Sibiriens. Von einheimischen Jägern war die Existenz eines Weges, nicht mehr als ein Trampelpfad, durch die Sümpfe und Hochlagen des Gebirges bestätigt worden. Auf unserem Weg lagen unzählige Flussdurchquerungen, tagelanger Marsch durch Sümpfe, Gewitter und Sturm. Im gesamten Gebirge trafen wir auf keine Menschenseele.


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Nach der überquerung des Chamar-Daban-Gebirges wähnten wir die größten Schwierigkeiten hinter uns, doch belehrten uns Polizei und Militär eines Besseren. In der Distrikthauptstadt Petrapavlovka wurden wir direkt am Ortseingang festgenommen. Uns sollte eine 'Sondergenehmigung' fehlen, welche wir aber nach einer 24-stündigen Odyssee durch Petrapavlovka 'nachlösen' konnten. Trotz der 'Sondergenehmigung' wurden wir allerdings wenige Stunden später erneut verhaftet, diesmal vom Militär. Wir kamen so in den zweifelhaften Genuss einer Besichtigung einer russischen Kaserne von Innen. Nachdem unsere sämtliche Ausrüstung durchsucht und die Kameras gecheckt worden waren und wir eine Nacht 'unter Aufsicht' vor den Kasernentoren verweilen durften, ließ man uns wieder gehen. Die 'Sondergenehmigung' der Polizei wäre allerdings nichts wert, wurde uns erklärt.

Die ganze Geschichte kann man in Michael Giefer's Buch: 'Zu Fuß ins Land des Dschingis Khan' , erschienen beim Herder Verlag, nachlesen.


Jahr:         August 2004
Distanz:    700 km
Dauer:      25 Tage
Ort:           Republik Burjatien, Sibirien
Route:      Baikalsee - Chamar-Daban-Gebirge - Petropavlovka - Naushki


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