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Entlang der Seidenstraße von China nach Istanbul


» Man gründete in den fruchtbaren Landschaften Ackerkolonien. Man richtete längs der wichtigsten Straßen in bestimmten Entfernungen Herbergen zum Wechseln der Pferde und Poststationen ein. Die Überbringer von dringenden Botschaften und die hin und her reisenden Dolmetscher übten zu jeder Jahreszeit ihre Tätigkeit aus. Die Hu und die Fremden, welche sich dem Handel hingaben, klopften täglich an den Barrieren, damit man sie ihnen öffne. «

aus dem Hou Hanshu (5. Jahrhundert)

Die Seidenstraßen prägten die Entwicklung der Welt in den letzten drei Jahrtausenden wie keine andere Handelsroute. Römische Herrscher kleideten sich schon vor Christi Geburt in Seide, die ihren Weg aus der fernen, unbekannten Welt bis in das römische Reich gefunden hatte. Weltreligionen wie der Buddhismus und das Christentum nahmen im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung ihren Weg über die Seidenstraßen bis nach China, und Reisende wie Marco Polo erzählten so unglaubliche Geschichten aus dem fernen Osten, daß ihnen kaum jemand ein Wort glaubte.


                        

Das Kernstück der historischen Seidenstraßen verläuft von dem heutigen Xian in China über 10000 km bis nach Istanbul in der Türkei. Städte wie Kashgar, Samarkand oder Baghdad entlang der Seidenstraße haben ihren orientalischen Flair der letzten Jahrtausende behalten. Die Wüsten Gobi, Takla Makan, Karakum, die große persische Salzwüste und die syrische Wüste müssen auf der Route durchquert werden. Acht Gebirgszüge, darunter der Himalaya mit über 4000 m hohen Pässen stellen sich dem Reisenden in den Weg. Früher dauerte es Jahre bis Karawanen den mörderischen Weg aus China bis nach Kleinasien schafften, oftmals wurden sie Opfer der extremen Witterungsbedingungen oder räuberischer Banden.


                        

Im Mai 2000 brachen Frank Hülsemann, Torsten Walter und Thomas Pietrek in der alten chinesischen Hauptstadt Xi'an auf, um den Verlauf der Seidenstraßen bis nach Europa zu folgen. In 117 Tagen wurden 12800 km durch China, Zentralasien, den Iran und Syrien bis an den Bosporus zurückgelegt. Eine durchgängige Befahrung der Seidenstraße war erst seit Mitte der 90er Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Öffnung verschiedener Grenzübergänge in Zentralasien überhaupt wieder möglich geworden. Trotzdem hatte das Team mit bürokratischen Hindernissen, korruptem Militär und Polizei zu kämpfen. Die Wüste Gobi und die Taklamakan, die Wüste Karakum und die syrische Wüste sowie die Überquerungen der Hochgebirge verlangten allen drei das Äußerste ab. Dennoch wurde die komplette Strecke zusammen zuückgelegt. Trotz einzelner feindseliger Begegnungen war die Aufnahme und Gastfreundschaft der einheimischen Bevölkerung auf weiten Teilen der Strecke überwältigend und letztendlich der Schlüssel zu einer erfolgreichen Befahrung dieser jahrtausende alten Handelsroute.


Jahr:         Mai-August 2000
Distanz:    12800 km
Dauer:      4 Monate
Ort:           Asien
Route:      Xi 'an - Kashgar - Kiristan - Tadjikistan - Usbekistan - Turkmenistan - Iran
                  - Kurdistan - Syrien - Türkei




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